Präparatorien

Die Säbelzahnkatze posiert in Lauerstellung, als hätte sie etwas erspäht, das sie nicht aus den Augen verlieren darf. Und die ausgestorbene Zebra-Art Quagga lässt erahnen, wie dieses Tier einst aussah. Unter ihren geschickten Händen lassen fachkundige Präparatorinnen und Präparatoren lebensechte Ausstellungsobjekte entstehen und bereiten naturkundliches Material so auf, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler damit arbeiten können.

Ob kleine Säugetiere, Vögel, Insekten oder versteinerte Objekte – jedes Zeugnis vergangenen Lebens muss besonders sorgfältig behandelt werden, wenn es viele Jahre lang erhalten bleiben soll. Dies erfordert zeitgemässe Techniken der Konservierung und Lagerung.

Wissenschaftliches Untersuchungsmaterial, das zum Beispiel bei Ausgrabungen oder Exkursionen gesammelt wird, bedarf einer besonderen Pflege, bevor Expertinnen und Experten damit arbeiten können. Wir müssen es fachkundig konservieren und so aufbewahren, dass es langfristig keinen Schaden nimmt. Dies gilt gleichermassen für alle naturkundlichen Objekte des Naturhistorischen Museums Basel, ob Tiere und Pflanzen oder Fossilien und Mineralien.

Die Museumsobjekte dienen jedoch nicht nur der Wissenschaft. Präparatorinnen und Präparatoren können aufgrund von fossilen Skeletten oder Skelettteilen Modelle rekonstruieren, sodass selbst längst ausgestorbene Tiere und Lebensformen beinahe wieder lebendig werden.

Häufig gestellte Fragen

Was hat es mit den eingelegten Tieren in Gläsern auf sich?
Bei der Flüssigkeit handelt es sich um Ethanol oder Formalin. Diese Substanzen wirken stark konservierend. Die Methode eignet sich vor allem, um ein Tier samt seinen Organen über lange Zeit unversehrt aufzubewahren. Dabei ist darauf zu achten, dass das Glas gut verschlossen und alterungsbeständig ist. So kann ein Tier bei geschützter Lagerung über mehrere Jahrhunderte erhalten werden.