Eine hohe Beteiligung wurde bei der siebten Ausgabe des Fotowettbewerbs verzeichnet: 1'151 Einreichungen aus allen Regionen der Schweiz (84%), aber auch aus verschiedenen europäischen Ländern (16%), unter anderem aus Deutschland, Frankreich und Österreich sind seit letztem Herbst im Naturhistorischen Museum Basel eingegangen. Maren Bea, Projektleiterin Schnappschuss ist fasziniert von den Einsendungen: «Dieses Jahr haben wir Motive aus der ganzen Welt erhalten. Ob Vulkane auf Island, die Big Five in Tansania oder Murmeltiere in den Alpen – die grosse Vielfalt begeistert mich». Bea freut sich, dass der Wettbewerb ein grosses Fenster zur Welt öffnet.
Zugelassen waren ausschliesslich Amateurfotografinnen und -fotografen, die jeweils ein Bild in die Kategorien «Pflanzen | Landschaften | Naturphänomene», «Tierporträts | Tiere in ihrem Lebensraum | Verhalten Tiere» und «Kinder sehen die Natur» einreichen konnten.
Jury, Podestplätze und Ausstellungseröffnung
Eine professionelle Fachjury mit Levi Fitze, Naturfotograf und Filmemacher, Stefan Leimer, Fotograf Zoo Basel und Bildredaktorin und Wildlife Fotografin Julie Lovens hat aus jeder der drei Kategorien zehn beste Bilder ausgewählt, die sie aufgrund ihrer Bild- und Formensprache, Motive und Komposition besonders berührt und überzeugt haben. Julie Lovens, Jury-Mitglied sagt: «Die Qualität der eingereichten Fotografien war sehr hoch und hat uns Jurymitglieder gefordert, besonders genau hinzuschauen, um die Gewinnerinnen und Gewinner zu küren.» Die Jurierung sei sehr spannend gewesen. Intensive und anregende Diskussionen hätten schliesslich zu den Siegerbildern geführt.
In der Kategorie «Kinder sehen die Natur» gewinnt Audrey Bezy (11 Jahre) aus Reinach (BL/CH) mit dem Bild «Elefanten Sundowner». Den zweiten Platz belegt Thomas Markert (12 Jahre) aus Lörrach (DE) mit «Kleiner Freund», Dritte wird Lucia Marcian Garcia (11 Jahre) aus Olten (CH) mit «Überraschungen unterwegs». Aus 70 Einsendungen haben diese drei Bilder die Jury am meisten überzeugt.
In der Kategorie «Tierporträts | Tiere in ihrem Lebensraum | Verhalten Tiere» wurden mit 794 Einsendungen (69%) die meisten Bilder eingesandt. Gold gewinnt Christian Schöttner aus Owen (DE) mit dem Bild «Blicke, die einen berühren», Silber geht an «Beauty against the beast» von Alexandre Brisson aus Lausanne (CH) und Bronze gewinnt Marco Benini aus St. Margrethen (CH) mit «Rotfuchs im Sprung».
Über 287 Fotografien wurden in der Kategorie «Pflanzen | Landschaften | Naturphänomene» eingereicht. Es gewinnt Marie Bainier aus Heiwiller (FR) mit dem Bild «A living canvas: the Affall River», Zweitplatzierter ist Antonius Weissenborn aus Riehen (CH) mit «Naturspektakel auf Island» und der dritte Platz geht an Julia Würz aus Basel (CH) mit «Tauzauber».
Die Auswahl der 30 prämierten Fotografien ist bis am 28. Juni 2026 in einer Ausstellung im Museum präsentiert.
Zum zweiten Mal mit IWB-Biodiversitäts- und Publikumspreis
Alle Einsendungen nahmen zusätzlich am Rennen um den IWB-Biodiversitäts- sowie den Publikumspreis teil. Fotografien mit Fokus Biodiversität wurden von IWB ausgezeichnet. Nach einer Vorauswahl durch die externe Schnappschuss-Fachjury wählte ein IWB-Gremium drei Bilder aus, die künftig im Rahmen der IWB-Biodiversitätskommunikation eingesetzt werden. Mit der Fotografie «Igel auf Erkundung» gewinnt Raphael Stieger aus Glattpark (CH), Zweite wird Szilvia Mezey mit «Die Morgenrunde» aus Basel (CH) und Dritter Benno Hunziker aus Basel (CH) mit dem Bild «Rotfuchs am Jakobsberg». Evelyn Rubli, Leiterin Geschäftsbereich Wärme der Basler Energieversorgerin IWB gratulierte den prämierten Fotograf:innen und überreichte die Preise. Neben einem Honorar wird das Gewinnerbild als Grossplakat am IWB Unterwerk Wasgenring in Basel öffentlich präsentiert. Evelyn Rubli meint zur Bedeutung des Biodiversitätspreises: «Biodiversität ist ein zentraler Indikator für eine gesunde Natur. Die IWB steht für eine klimafreundliche Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen – und das geht nur, wenn beides Hand in Hand geht. Deshalb fördern wir Projekte zum Natur- und Artenschutz.»
Beim Online-Voting um den Publikumspreis wurden knapp 9’000 Stimmen abgegeben. Mit seinem Bild «Le chant des couleurs» holte der 18-jährige Emmanuel Hueber aus Le Mans (FR) die meisten Stimmen aus dem Publikum. Ermöglicht wurden diese beiden Sonderpreise von IWB.
Über den Fotowettbewerb SCHNAPPSCHUSS
Viele Menschen sind fasziniert von der Fotografie und leidenschaftlich gerne mit der Kamera in der Natur unterwegs. Pflanzen, Landschaften oder Tiere sind beliebte Motive. Stimmungsvolle, berührende oder dramatische Momente, die die Natur bieten, werden heute mehr denn je fotografisch festgehalten. Das Naturhistorische Museum Basel ermöglicht es Amateurfotografinnen und -fotografen, ihr bestes Bild einem breiten Publikum zu zeigen.
Getragen wird der Wettbewerb von der Idee, die Natur, ihre Schönheit und Einzigartigkeit sichtbar zu machen und die Menschen darin zu bestärken, für den Schutz der Natur einzustehen.
Der Wettbewerb SCHNAPPSCHUSS fand bereits zum siebten Mal statt. Sponsoren des Fotowettbewerbs sind die Basler Energieversorgerin IWB und das Fotohaus Wolf. Das Traditionsgeschäft Fotohaus Wolf unterstützt als Preissponsor den Schnappschuss-Wettbewerb seit der ersten Ausgabe im Jahr 2012.
Der Wettbewerb wurde im Rahmen der Sonderausstellung Wildlife Photographer of the Year durchgeführt, die noch bis zum 28. Juni 2026 im Naturhistorischen Museum Basel zu sehen ist.