Donator:innen

Das Naturhistorische Museum Basel wechselt seinen Standort, zieht in ein komplett neues Gebäude und schlägt in einem anderen Stadtteil Wurzeln.

Auch wenn dies eine Veränderung bedeutet, schreibt es seine Geschichte fort: Was das Museum ausmacht, nimmt es mit. So auch die Giraffe. Sie wirkt seit Jahrzehnten identitätsstiftend und ist eng mit dem Naturhistorischen Museum Basel verbunden. An ihr hängen zahlreiche Geschichten, Erinnerungen und Emotionen.

Als Donator:in tragen Sie dazu bei, dass unsere Giraffe auch im neuen Museum ihre Wirkmacht entfaltet und die Menschen in ihren Bann zieht. Im sogenannten Forum, dem zentralen Begegnungs- und Vermittlungsort des neuen Museums, soll das historische Ausstellungsobjekt sein neues Zuhause finden. Umgeben von der Darstellung der Sammlungsgeschichte und der rund 200-jährigen Entwicklung des Museums, wird die Giraffe inhaltlich eingebettet. So versammelt sie Geschichte, Wissen und Identität auf sich. Um den umfassenden Kontext der Giraffe spannend zu erzählen, benötigen wir finanzielle Mittel.

Geschichte würdigen – Neues ermöglichen
Mit Ihrem Engagement wird es möglich, das neue Museum im St. Johann mit einer eigentlichen Ikone auszustatten. Sie steht stellvertretend für die Geschichte des Museums und einen bedachten Umgang damit.

Wie werde ich Donator:in?

Als Donator:in gestalten Sie die Zukunft des neuen Naturhistorischen Museums Basel aktiv mit. Sie ermöglichen es, dass unsere Giraffe auch künftig unsere Besucherinnen und Besucher – vom Kleinkind, den Schulklassen, jungen Erwachsenen, Familien bis hin zur älteren Generation – fasziniert und uns Menschen auf den Platz verweist, der uns zugedacht ist und uns zusteht.

Der Unterstützungsbeitrag einer Donatorin oder eines Donators beträgt CHF 5 000.–. 

Gut zu wissen
Finanzielle Zuwendungen zugunsten des Museums fliessen an die Stiftung zur Förderung des Naturhistorischen Museums Basel. Sie können Ihren Unterstützungsbeitrag gemäss den gesetzlichen Vorgaben von den Steuern in Abzug bringen. Die schriftliche Bescheinigung dafür schicken wir Ihnen bis Februar des Folgejahres zu.

Ja, aber anders?
Möchten Sie das neue Museum gerne anderweitig unterstützen? Gerne stellen wir Ihnen in einem persönlichen Gespräch die Möglichkeiten vor, wie Sie dem neuen Museum verhelfen, zum Leuchtturm der Stadt zu werden.

Meine Vorteile

Im Kreis der Donatorinnen und Donatoren kommen Sie in den Genuss von ausgewählten und exklusiven Vorzügen. 

Was wir Ihnen bieten:

  • 2026: Baustellenführung im neuen Gebäude
  • 2027: Führung durch das fertiggestellte, noch leere Museum
  • 2028: Dabei sein, wenn die Giraffe sanft saniert wird
  • 2029: Einladung zur Preview des neuen Museums
  • Auf Wunsch namentliche Erwähnung beim Objekt, im Jahresbericht des Museums und allenfalls auf der Museumswebsite
  • Freier Eintritt in die Ausstellungen am alten Standort Berribau bis zur Schliessung 2028 

Die Giraffe mit Kultstatus

Seit rund 90 Jahren steht die Massai-Giraffe im Treppenhaus des Naturhistorischen Museums. Generationen von Besuchenden haben das stolze Tier bereits gesehen. Es steht für unzählige Erinnerungen, die unsere Besuchenden an das Naturhistorische Museum knüpfen. Es gehört zum Museum wie andere Grossobjekte. Die Giraffe vereint auf sich unterschiedlichste Emotionen und wirft viele Fragen auf.

Die Giraffe repräsentiert Museumsgeschichte
1934 reiste der Basler Industrielle René Clavel nach Tansania. Auf einer Grosswildjagd erlegte er die Massai-Giraffe und schenkte sie nach seiner Rückkehr dem Museum. 

Die Massai-Giraffe ist die grösste Unterart der Giraffen und zugleich das höchste landlebende Tier der Erde. Mit ihrer beeindruckenden Höhe von bis zu sechs Metern und ihrem kräftigen Herzen ist sie perfekt an das Leben in der afrikanischen Savanne angepasst.

Jedes Individuum weist ein charakteristisches, gezacktes Fleckenmuster auf. Diese unverwechselbare Erscheinung macht die Giraffe zu einem der beliebtesten Wildtieren weltweit.
Sie ist allerdings stark gefährdet. Lebensraumverlust, menschliche Eingriffe in ihren Lebensraum und Wilderei haben ihre Bestände drastisch reduziert. Ihr Schutz steht exemplarisch für den Erhalt der afrikanischen Savannen und ihrer Biodiversität.

Historisches Präparationsobjekt
Die Dermoplastik wurde 1934 von Adolf Haug in Stuttgart hergestellt, einem bedeutenden Dermoplastiker der Pionierzeit um und nach dem legendären Hermann ter Meer. Die Giraffe besticht durch ihre Grösse und die Präparationsarbeit, die nach dem Wissensstand der Präparationstechnik vor dem Zweiten Weltkrieg sorgfältigst ausgeführt wurde. In den 1980iger Jahren wurde sie oberflächlich restauriert mit Haarfärbemittel coloriert.

Der Zustand der Dermoplastik, insbesondere der Haut und der anatomischen Gestaltung entspricht heute nicht mehr den Anforderungen an ein Tierpräparat. Dennoch ist ihre historische Bedeutung gross. Sie ist charakteristisch für eine spezifische Sammlungsepoche und muss in diesem historischen Kontext gelesen werden.

Europäische Sammler gingen Anfang 20. Jahrhundert noch immer auf Expeditionen, um Tiere zu erlegen. Koloniale Machtverhältnisse spielten dabei eine bedeutende Rolle. Heute wird dieser Umstand im Museum kritisch eingeordnet und transparent vermittelt. 

Der neue Standort für die Giraffe
Die Giraffe als wichtige Zeitzeugin soll im neuen Museum prominent platziert werden. Sie wird im Forum gezeigt, einem zentralen, offenen und multifunktionalen Raum, der als Herzstück des Hauses konzipiert ist. Hier wird die Geschichte des Museums thematisiert. Sowohl die Chronik der Sammlung als auch die rund 200-jährige Geschichte des Museums werden beleuchtet. Dieses Aufeinandertreffen von Vergangenheit und Gegenwart wirft auch die Frage auf, welche Rolle das Museum für die Zukunft spielen muss.